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Studien 10. Januar 2026 · 6 Min. Lesezeit

Regenerative Medizin: Die Zukunft der Hautverjüngung

Regenerative Medizin: Die Zukunft der Hautverjüngung

Die ästhetische Medizin entwickelt sich rasant weiter. Der Trend geht weg vom reinen "Auffüllen" hin zur Regeneration — die Haut soll sich selbst erneuern. Hier erkläre ich die wichtigsten Entwicklungen.

Was bedeutet "regenerative Ästhetik"?

Im Gegensatz zu klassischen Fillern, die Volumen von außen hinzufügen, setzen regenerative Behandlungen auf körpereigene Prozesse. Sie stimulieren die Haut, selbst mehr Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure zu produzieren.

Das Ergebnis wirkt natürlicher und hält oft länger, weil die Verbesserung von innen kommt.

Die wichtigsten regenerativen Behandlungen

Biostimulatoren (Radiesse, Sculptra)

Diese Präparate enthalten Substanzen (Calciumhydroxylapatit bzw. Poly-L-Milchsäure), die als "Gerüst" dienen und die Kollagenproduktion anregen. Das Trägermaterial wird abgebaut, das neu gebildete Kollagen bleibt.

Polynukleotide (PDRN)

DNA-Fragmente aus Lachssperma (klingt seltsam, ist aber hocheffektiv) regen die Zellregeneration an. Besonders gut für die Augenpartie und bei Aknenarben.

Profhilo

Hochkonzentrierte Hyaluronsäure, die nicht als Filler wirkt, sondern die Haut zur Produktion von Kollagen und Elastin stimuliert. Besonders effektiv bei erschlaffter Haut.

Exosomen

Die neueste Entwicklung: Winzige Bläschen, die Signalmoleküle zwischen Zellen transportieren. Sie können die Hautregeneration beschleunigen und werden oft nach anderen Behandlungen eingesetzt.

Was die Forschung zeigt

Studien belegen, dass regenerative Behandlungen messbar mehr Kollagen produzieren als die Haut alleine. Bei Biostimulatoren wie Sculptra zeigen Biopsien eine Verdoppelung der Kollagendichte nach 6 Monaten.

Auch die Qualität des Kollagens verbessert sich: Mehr Kollagen Typ I (das "gute" Kollagen für Festigkeit) und weniger Kollagen Typ III (das bei Alterung überwiegt).

Für wen ist regenerative Ästhetik geeignet?

  • Bei beginnender Hauterschlaffung
  • Wenn Sie Straffung ohne "Aufgefüllt-Look" wollen
  • Als Ergänzung zu anderen Behandlungen
  • Für langfristige Prävention
  • Bei empfindlicher Haut (weniger Nebenwirkungen als Filler)

Die Grenzen

Regenerative Behandlungen ersetzen keine Filler, wenn echtes Volumen fehlt. Tiefe Nasolabialfalten oder eingefallene Wangen brauchen weiterhin klassische Hyaluronsäure. Aber: Beide Ansätze lassen sich hervorragend kombinieren.

Mein Ausblick

Die Zukunft der ästhetischen Medizin liegt in der Kombination aus Wissenschaft und Natürlichkeit. Wir verstehen immer besser, wie Hautalterung funktioniert — und können gezielter eingreifen. Das Ziel bleibt: Ergebnisse, die wirken, ohne aufzufallen.

Dr. Felicitas Mrochen

Dr. Felicitas Mrochen

Ärztin für Ästhetische Medizin in München

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