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Ratgeber 15. Januar 2026 · 4 Min. Lesezeit

5 Mythen über Faltenbehandlung — und was wirklich stimmt

5 Mythen über Faltenbehandlung — und was wirklich stimmt

Viele meiner Patientinnen kommen mit Bedenken, die auf Halbwissen oder Horrorgeschichten aus dem Internet basieren. Hier räume ich mit den häufigsten Mythen auf.

Mythos 1: "Man sieht danach aus wie eingefroren"

Die Wahrheit: Dieses Ergebnis entsteht nur bei Überdosierung oder falscher Technik. Eine gute Behandlung erhält Ihre natürliche Mimik — Sie können weiterhin lächeln, stirnrunzeln und überrascht schauen. Nur die tiefen Falten werden weicher.

Der Schlüssel liegt in der richtigen Dosierung und Platzierung. Ich behandle konservativ und taste mich lieber langsam heran. Ein natürliches Ergebnis ist mir wichtiger als ein "perfektes".

Mythos 2: "Wenn man einmal anfängt, muss man immer weitermachen"

Die Wahrheit: Sie können jederzeit aufhören. Wenn Sie die Behandlung nicht fortsetzen, kehrt Ihre Haut einfach zum Ausgangszustand zurück. Sie werden nicht "schlechter aussehen als vorher" — das ist physiologisch nicht möglich.

Was stimmt: Viele Patientinnen möchten weitermachen, weil ihnen das Ergebnis gefällt. Das ist aber keine Sucht, sondern eine Entscheidung.

Mythos 3: "Das ist nur was für ältere Frauen"

Die Wahrheit: Es gibt kein "richtiges" Alter. Manche Patientinnen kommen mit Ende 20, weil sie eine ausgeprägte Zornesfalte haben. Andere starten erst mit 50. Der beste Zeitpunkt ist, wenn Sie sich an etwas stören — nicht wenn Sie ein bestimmtes Alter erreicht haben.

Übrigens: Ein früher Start mit niedrigen Dosen kann präventiv wirken und tiefere Falten verhindern.

Mythos 4: "Das ist gefährlich / hat schlimme Nebenwirkungen"

Die Wahrheit: Faltenbehandlungen gehören zu den sichersten ästhetischen Eingriffen überhaupt. Das Präparat wird seit über 30 Jahren eingesetzt, auch in viel höheren Dosen für medizinische Zwecke (Migräne, Spastik).

Mögliche Nebenwirkungen sind mild und vorübergehend: Rötungen, kleine Blutergüsse, leichte Schwellung. Schwere Komplikationen sind bei korrekter Anwendung extrem selten.

Mythos 5: "Das sieht immer künstlich aus"

Die Wahrheit: Sie sehen nur die schlechten Ergebnisse — weil die guten nicht auffallen. Das ist der ganze Punkt: Ein gelungenes Ergebnis sieht aus wie "gut geschlafen" oder "entspannter Urlaub", nicht wie "war beim Beauty-Doc".

Wenn Sie jemanden sehen und denken "Die hat bestimmt was machen lassen", dann war es wahrscheinlich zu viel oder schlecht gemacht. Die Kunst liegt im Unsichtbaren.

Mein Rat

Informieren Sie sich, stellen Sie Fragen, hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Eine gute Ärztin nimmt sich Zeit für Ihre Bedenken und drängt Sie zu nichts. Wenn Ihnen jemand verspricht, Sie "10 Jahre jünger" aussehen zu lassen — seien Sie skeptisch.

Das Ziel sollte sein: Sie selbst, nur eine Spur erholter. Nicht mehr, nicht weniger.

Dr. Felicitas Mrochen

Dr. Felicitas Mrochen

Ärztin für Ästhetische Medizin in München

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